Die Strottern & Blech
Urbanes Berggebläse
mit: Martin Eberle: Trompete, Flügelhorn
Martin Ptak: Posaune, Harmonium
Wenn sich Die Strottern mit „Blech" zu einem Quartett „aufblasen", dann rückt ihre Musik noch näher an die großen Gegenpole ihrer Musik: Klangvielfalt der Großstadt und (alpine) Volksmusik. Trompete und Posaune spielen in beiden Welten eine tragende Rolle. Und so wird der Bogen weit gespannt, Freiheiten werden radikaler ausgelotet, heimatliche Häfen direkter angesteuert. Zärtliches wird zärtlicher, Wildes wilder.
Buenos Aires hat den Tango, Lissabon den Fado, Paris die Chansons. Wien hat das Wienerlied - ein
unverwechselbarer Ausdruck des Lebensgefühls in dieser Stadt. Die Strottern verankern das Wienerlied wieder dort, wo es herkommt: In der Weltmusik. Und dann wird aus einer lokalen Liedtradition eine Musik, die für die ganze Welt von Bedeutung ist. Davon zeugen auch zahlreiche Auszeichnungen für die Herzblutmusikanten.
2009 wurde ihnen der Amadeus Austrian Music Award als beste Künstler in der Kategorie „Jazz/World/
Blues" verliehen sowie der renommierte Fraunhofer Volksmusikpreis in Bayern; 2006 gewannen sie den
Österreichischen World Music Award.
Das Wienerlied ist in einem Schmelztiegel von Nationen entstanden. Das macht es so reich an musikalischen Einflüssen. Die Texte erzählen vom Leben in der Großstadt, davon, wie die Bewohner dieser Stadt ihren Alltag bewältigen: Mit tiefgründigem Humor, Melancholie - und allerlei Betäubungsmitteln. Die Strottern vertonen Texte, die im Wien von heute entstehen - ihre eigenen und besonders gerne auch Texte des Wiener Dichters Peter Ahorner. In ihrer Musik verarbeiten Die Strottern neben der Wiener Tradition auch zeitgenössische Musiksprachen wie Jazz, Pop und Weltmusik. Wenn Die Strottern alte Wienerlieder singen, dann kommen diese in völlig neuem Gewand daher - entstaubt und vom kitschigen Lurch der Wiener Ansichtskarten-Idylle befreit.
Die Strottern sind begnadete Kommunikatoren. Mit witziger und intelligenter Ansprache ziehen sie ihr
Publikum in den Bann. Ihre (schwarz-) humorigen Erläuterungen zu den Texten des alten und heutigen Wien amüsieren auch jeden Nicht-Österreicher und lassen zu keiner Zeit Verständnisschwierigkeiten aufkommen. Ihre Tourneen führten sie bisher neben Österreich, Deutschland und der Schweiz bis nach Kanada, Indien, Südafrika und in die USA.
5/8erl in Ehr'n
Das 3te Album!
Gut genug für die City
(Viennese Soulfood Records I Vertrieb Hoanzl)
Diese Band kennt keine lieblos verkaufsverliebten Kompromisse, denn musikalische Betriebswirte haben hier nichts zu sagen. Am hauseigenen Label Viennese Soulfood Records (Vertrieb: Hoanzl) veröffentlichen 5/8erl in Ehr'n ihr drittes Album Gut genug für die City, und wer will, kann sich fragen: Wer ist das schon und durch welche Königspudelei?
Urban sind die neugierigen Erneuerer, die die keine Angst haben, sich die Welt mit 5 Mal 8000 km langen Armen zur Brust zu nehmen. Dieses Genre hat keinen Namen, dafür pocht das Herz an die Tür. Das weiße Cover schreit: „Nehmen Sie ihre Schablone selbst in die Hand! Die Sprühdose fühlt sich so alleine."
5/8erl in Ehr'n spannen ihre Flügel so weit wie noch nie und surfen in den vielen Schichten ihrer musikalischen Charaktere. Gut genug für die City klingt euphorisch tanzfüßelnd, lieblich utopisch, lasziv einlullend, optimistisch verlogen, sexuell heilend. süß und südlich wie ein kubanisches Riesenradl. Kontrabass und Gitarre trägt man um die Lenden geschnallt.
Keine andere Band versteht es solche zum Niederknien schöne Watschen auszuteilen, denn Leben ist Politik und musikalisch lässt sich das empören. Die Zyniker dürfen dann auch weinen, im Chor mit Trompeten, Hörnern und Bassklarinetten.
Gut genug für die City ist keine glatte Platte, sondern ein Statement aus Wien: Dafür, dass Musik nicht gefällig sein muss, um zu gefallen. Dafür, dass man keine Angst zu haben braucht, aber man muss sein Herz auspacken. Und nicht zuletzt dafür, dass diese Band österreichische Musik macht und dabei die Welt umarmt. (Kristin Gruber)
5/8erl in Ehr'n sind:
Max Gaier (Gesang)
Bobby Slivovsky (Gesang)
Miki Liebermann (Gitarre)
Clemens Wenger (Akkordeon)
Hanibal Scheutz (Kontrabass)

