Christoph Thoma

Christoph Thoma

Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Grazer Spielstätten GmbH
Christoph Thoma, geboren 1973, stammt aus Dornbirn/Vorarlberg. Nach Studien am Vorarlberger Landeskonservatorium (Trompete) und an der Fernuniversität Hagen (Kulturmanagement) war Thoma von 1993 bis 2002 Lehrer für Trompete und Kammermusik an der Musikschule Dornbirn. In diese Zeit fallen auch die organisatorische Leitung des Jugendsinfonieorchesters Dornbirn, die Leitung der Jeunesse-Geschäftsstelle Dornbirn und diverse Dirigiertätigkeiten im Amateurbereich.

Mit August 2002 übernahm Christoph Thoma die Leitung des Bereichs Musikvermittlung (Kinder- und Jugendkonzerte) bei der Jeunesse Österreich in Wien. Zu den Höhepunkten in diesen 4 Jahren zählen die Projektleitung des Festivals „Fang den Ton“ (2004), das 3 Tage sämtliche Säle des Wiener Konzerthauses parallel bespielte, die Implementierung der Konzertreihe „music4u“ für die Zielgruppe der 11- bis 14-jährigen (2003/04), der Ideenwettbewerb „find it“ zur Weiterentwicklung kreativer Konzertformen für junges Publikum (2004) sowie die Leitung der Salzburger Orchestercamps, wo jährlich mehr als 100 TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt an einem Orchesterprojekt arbeiteten (2004-2006). Parallel dazu erfolgte 2004 die Initiierung des Brass Spektakels am Spielboden Dornbirn und 2005 der Aufbau des Feldkirch Festival Orchesters im Auftrag des Feldkirch Festivals.

Von Oktober 2006 an leitete Christoph Thoma die Kulturabteilung der Stadt Bludenz und das Veranstaltungszentrum Remise Bludenz. Diese beiden Institutionen sowie das Stadtmuseum Bludenz wurden mit Wirkung vom 1. Jänner 2008 in die Bludenz Kultur GmbH umgewandelt, der Christoph Thoma als Geschäftsführer vorstand. Die Bludenzer Kulturarbeit war geprägt von einer programmatischen Vielfalt. Eine Weltmusikreihe, JazzTage (u. a. mit Lorenz Raab und der Jazzwerkstatt Wien als Residenz-Künstler in den Jahren 2007 und 2008) und insbesondere kunstvermittelnde Projekte für Kinder, Jugendliche und Lehrlinge prägten das Programm. Als Höhepunkt 2008 konnte der Türkei-Schwerpunkt „Sanat’in dil’i – Kunst als Sprache“ anlässlich des „Jahres des interkulturellen Dialoges 2008“ angesehen werden. Türkische Literaten, Musiker und bildende Künstler entwickelten über ein halbes Jahr gemeinsam mit österreichischen Künstlern in kreativen Prozessen Kulturangebote, um Kunst des jeweils anderen zu verstehen. Kooperationen mit den Bregenzer Festspielen, das „Brass Spektakel“, das mit Tristan Schulze und Karl Markovics renommierte Residenzkünstler nach Bludenz brachte, das 10-Jahres-Jubiläum der Remise mit der Eigenproduktion „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinsky (Folgeaufführungen am Wiener Musikverein und in der Philharmonie Luxemburg), ein internationales Musikvermittlungssymposium sowie die „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“ ergänzten das Programm. Weiters konnte Christoph Thoma kurz vor seinem Wechsel nach Graz das Projekt „Macht – Schule - Theater“ mit der HAK Bludenz in die Tat umzusetzen. Das Projekt ist auf Initiative von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied für das Schuljahr 2008/09 entstanden.

Publikationen für die NMZ, das Clarino und die Zeitschrift Kultur, die Leitung von Fortbildungsveranstaltungen im Bereich Veranstaltungsmanagement und Musikvermittlung sowie 2009 erstmalige Moderation von Podiumsgesprächen bei den Bregenzer Festspielen ergänzen sowie die Moderation der Preisverleihung des Junge Ohren Preises 2009 in Köln, ergänzen das Arbeitsgebiet.

Im Dezember 2008 wurde er mit dem Integrationspreis des Türkischen Generalkonsulats in Bregenz ausgezeichnet, im Jänner 2009 wurde er in den Fachbeirat des Netzwerks Junge Ohren in Berlin bestellt.

Christoph Thoma übernahm im Oktober 2008 die künstlerische und kaufmännische Geschäftsführung der Grazer Spielstätten GmbH.

Die erste Spielzeit der neuen Grazer Spielstätten GmbH 2008/09 erzielte mit 450 Veranstaltungen und 180.000 Besucher einen Besucherrekord, dabei konnten im Orpheum erstmals mehr als 100.000 Besucher gezählt werden. Besonderer Höhepunkt: Der Umbau der Schloßbergbühne Kasematten, die nach 7-monatiger Bauzeit im Mai 2009 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Die kurdische Sängerin Aynur, die Fado-Größe Cristina Branco, die Familienkonzerte, die Tanz-Residenz mit der Hofesh Shechter Compay aber auch die Pop-Acts mit Patti Smith und IAMX zählten zu den Höhepunkten auf den Kasematten 2009. Im Orpheum wurde ein Literaturfestival (Eva Rossmann, Martin G. Wanko, André Pilz u.a.) zu einem großen Erfolg. Nachhaltige Partnerschaften wurde implementiert (Austrian Soundcheck, Jazzwerkstatt Graz, Verein Fat Tuesday, Mezzanin Theater). Erwähnenswert im Herbst 2009: das Festivalzentrum des Steirischen Herbst, das Festival Salam.Orient Graz, das Symposium „Stadt – Kultur – Hören“ sowie der Krimi-Schwerpunkt mit Wolf Haas und Thomas Raab.

Weiterführende Links:
www.spielstaetten.at
www.jungeohren.com
www.jeunesse.at
www.bregenzerfestspiele.com
www.remise-bludenz.at
www.nmz.de
www.steirischerherbst.at

www.fattuesdayjazz.com